Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Demokratie, Teamgeist, Verantwortung – welche Werte zählen? Junge Menschen über Wertefragen zum Nachdenken anregen, mit ihnen diskutieren und sie zum Handeln ermuntern – das will das „Wertebündnis Bayern. Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“.

Vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer initiiert, hat sich dieses bundesweit einmalige Bündnis seit seiner Gründung im März 2010 zu einem Erfolgsmodell entwickelt, um Werteorientierung und Wertebildung bei jungen Menschen zu fördern. Hier geht es zum Bündnispapier des Wertebündis Bayern.

Das Geheimnis des Erfolges ist der Gemeinschaftsgeist der Bündnispartner. „ Gemeinsam, als Mannschaft, erreichen wir mehr als viele Einzelkämpfer“ – davon ist Philipp Lahm überzeugt. Mit der Philipp Lahm-Stiftung ist der Fußballnationalspieler einer von weit über 100 Bündnispartnern. Auch Barbara Stamm, die als Präsidentin des Bayerischen Landtags und als Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern gleich für zwei Wertebündnispartner spricht, zeigt sich bei der Vorstellung des Wertebündnis Bayern im Bayerischen Landtag begeistert: „In der Jugend steckt so viel Gutes, man muss es nur hervorholen!“

Das gelingt dem Wertebündnis Bayern vor allem über die derzeit neun bayernweiten Gemeinschaftsprojekte. Schon die Kleinsten sind mit dabei. Beeindruckend klar sind die Wertvorstellungen der Mädchen und Buben im Grundschulalter, die im Projekt „HörensWert“ über Werte philosophieren und dann kreativ und kompetent Hörspiele oder Klangcollagen dazu entwickeln.

Medienkompetenz beweisen auch die Jugendlichen, die sich bei „Ich Wir Ihr im Netz“mit Sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Wie funktioniert ein „Wertebewusstsein 2.0“? Bei dieser Frage können die Älteren so einiges von den Jungen lernen. Deshalb lernen in diesem Projekt auch Eltern die virtuellen Welten kennen, in denen ihre Kinder schon lang zu Hause sind.

Voneinander lernen, Anderssein annehmen und Verschiedenartigkeit als Bereicherung verstehen – das ist der Ansatz von „WERTvoll MITeinander“. Eltern, Kinder, Lehrkräfte – die ganze Schulfamilie wird auf ihrem eigenen Weg zu mehr interkultureller Bildung professionell begleitet.

Sich eine eigene Meinung bilden und andere Ansichten respektieren, das lernen junge Menschen im Projekt „mehrWERT Demokratie“. An Schullandheimstandorten in ganz Bayern befassen sich hier Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen unserer gesellschaftlichen Ordnung. Dabei erfahren sie ganz konkret, was Demokratie bedeutet: „Wir streiten um den richtigen Weg. Am Ende kommen wir aber gemeinsam ans Ziel“, so das Fazit eines Jugendlichen.

Wer den richtigen Weg verpasst, für den gibt es eine zweite Chance. Bei den„Joblingen“ werden benachteiligte Jugendliche unterstützt, die einen Ausbildungsplatz suchen. Der Schlüssel zum Erfolg sind Praxiserfahrung und die Stärkung der Eigenverantwortung.

„Verantwortung für mich und andere kann sich nur aus echter Überzeugung übernehmen“. Diese Haltung eines Studenten bringt auf den Punkt, wofür die Ringvorlesung „VerANTWORTung leben“ steht. In Vorträgen und Diskussionsrunden zu verschiedensten Studiengängen werden Studierende motiviert, ethische Aspekte ihrer Fächer zu reflektieren – jenseits von Theorie und Faktenwissen.

Das Projekt „Bayern schmeckt.“ zeigt jungen Menschen den Wert von Lebensmitteln, gesunder Ernährung und Esskultur. Für eine im Projekt aktive Jungköchin steht auf jeden Fall fest: Für andere kochen, das ist „der schönste Beruf der Welt“.

Viele Kinder und Jugendliche in Bayern sprechen Mundart als Ausdruck der Verbundenheit zu ihrer Heimat, ihrer Identität und ihres Lebensgefühls. Ziel des Projekts „MundART WERTvoll“ ist es, Mundart als Bereicherung für die Sprecher erkennbar zu machen und zu fördern. Schülerinnen und Schüler spüren auf spielerische Art und Weise den Besonderheiten der Mundart nach, gehen unbekümmert mit ihr um und stellen schnell fest: Emotional ist die Mundart der Schriftsprache überlegen – oder anders gesagt: „Mundart is a Freid.“

Das jüngste Projekt im Wertebündnis Bayern, „KulturCamp – KulturWERTE erleben“, richtet sich an junge Menschen von 13 bis 17 Jahren, die bislang über wenig kulturelle Erfahrungen verfügen oder sogar Berührungsängste gegenüber dem haben, was „Kultur“ sein könnte. Sie sollen sich auf kreative Weise mit der Frage auseinandersetzen: „Was ist Kultur?“ Und vor allem: „Was bedeutet Kultur für mich?“ Das Projekt will es Jugendlichen ermöglichen, ihre ganz eigenen Wege zur Kultur zu finden.

Die Vielfalt der Aktivitäten bestätigt, was der Bayerische Ministerpräsident schon immer wusste: „Das Wertebündnis Bayern“, so Horst Seehofer, „ist die bunteste und stärkste Koalition, die ich in Deutschland kenne“.