„In was für eine Zukunft werden wir uns alle begeben?“

Am 16. Juni 2021 fand die 34. Vollversammlung des Wertebündis Bayern statt. Coronabedingt handelte es sich wieder um ein Online-Treffen, an dem über 100 Wertebündnispartnerinnen- und partner teilnahmen.

Die Sitzung bot folgenden neuen Bündnispartnern Gelegenheit, sich vorzustellen: Aelius Förderwerk e. V., Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, dieKunstBauStelle e. V., Katholisches Schulwerk in Bayern – Das Wertebündnis ist mittlerweile 197 Partner stark!
Projektvorstellungen des JFF und der Europäischen Akademie boten interessante Einblicke in neue und bereits laufende Projekte.

Zentraler Punkt der Vollversammlung war die Wahl neuer Kuratoriumsmitglieder: Mit Stimmengleichheit wurden Dr. Karin Oechslein von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern und Dr. Matthias Bosch von Global Dignity gewählt. Wir bedanken uns für die Bereitschaft, aktiv beim Wertebündnis mitzuwirken und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Das Finale der Sitzung bildete das starke Impulsreferat von Prof. Dr. Harald Lesch, Astrophysiker, Naturphilosoph und bekannter Fernsehmoderator. Ausgangspunkt für Prof. Leschs Ausführungen war die Frage „In was für eine Zukunft werden wir uns alle begeben?“. Er prägte das Himalaya-Bild der großen, komplexen Herausforderungen, die uns erwarten: Klimawandel Migrationsbewegungen Gerechtigkeit Ressourcenverteilung und Gesellschaftliche Stabilität. In seinen weiteren Veranschaulichungen wies er auf die wichtige Aufgabe des Wertebündnisses hin, seriöse Informationsquellen bei Jugendlichen zu etablieren und ihr Einschätzungsvermögen zur Verlässlichkeit von Informationsquellen zu schulen. Ein Wertekompass sei besonders wichtig angesichts der Algorithmisierung unseres Lebens. Ein Algorithmus könne keine Probleme lösen, keine Entscheidungen treffen, denn verantwortungsvolle Entscheidungen müssten auf Werten und damit einer menschlichen Abwägung beruhen. Dies den jungen Menschen nahezubringen, sei eine Aufgabe des Wertebündnisses. Ein Wertekompass sorge dafür, dass uns technologische Entwicklungen nicht überfordern.

“Vertrauen reduziert Komplexität. Junge Menschen müssen sich in ihrem Lebensumfeld wohlfühlen, überschaubare Strukturen und das Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Stabilität haben. Nur dann kann es gelingen, Radikalisierungen und das Auseinanderdriften der Gesellschaft zu vermeiden.”

Dem Vortrag von Prof. Lesch folgte eine angeregte Diskussion im Plenum. Wir freuen uns besonders über seine Zusage, bei einer der nächsten Präsenzsitzungen teilzunehmen.

Die nächste Vollversammlung des Wertebündnis Bayern findet am 24. November 2021 statt. Wir hoffen sehr, Sie dann wieder persönlich begrüßen zu dürfen.