Wertebündnis Bayern nimmt offiziell die IHRA-Definition von Antisemitismus an

Pressemitteilung vom 12.11.19

Das Wertebündnis Bayern setzte sich in seiner 32. Vollversammlung am 12. November 2019 im Museumspädagogischen Zentrum in München mit dem bedrückend aktuellen Thema „Antisemitismus“ auseinander:

  • Nach einer engagierten Diskussion mit dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe Ludwig Spaenle über die IHRA-Definition von „Antisemitismus“ hat das Wertebündnis Bayern abgestimmt und die IHRA-Definition einstimmig angenommen.
  • Spaenle nannte diesen Vorgang „ein wichtiges Signal für eine breite gesellschaftliche Debatte und Sensibilisierung.“ Er dankte dem Wertebündnis Bayern für die Unterstützung im Kampf gegen „die wieder verstärkt öffentlich in Erscheinung tretende Fratze des Antisemitismus“. Gleichzeitig wolle er sein Amt insbesondere dazu nutzen – gemeinsam mit zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft – jüdisches Leben in seiner Vielfalt und historischen Verwurzelung in Bayern sichtbar zu machen.
  • Ergänzend wurden Praxisprojekte, die sich mit Antisemitismus auseinandersetzen bzw. Präventionsarbeit betreiben, vorgestellt – von Audio- und Videoclips von Jugendlichen aus dem Wertebündnis-Projekt „Aktiv gegen Vorurteile“ über die Projekte „YouthBridge“ und „Rent a Jew“ der Europäischen Janusz Korczak Akademie bis hin zur Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern), die beim Bayerischen Jugendring angesiedelt ist.

Der Sprecherratsvorsitzende und Präsident des Bayerischen Jugendrings Matthias Fack und der Vorstands-vorsitzende der Stiftung Wertebündnis Bayern Max Schmidt waren sich einig: „Eine intensive Debatte mit möglichst vielen Organisationen und eine klare Haltung aller Demokraten sind nötig, um sich dem Antisemitismus entgegenzustellen.“

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